Python Regius, Haltungsbedingungen und nützliche Fakten
Der Königspython gehört trotz der geringen Größe von 115 – 155 cm zu den Riesenschlangenund stammt ursprünglich aus dem subtropischen Westafrika. Die ungiftigen Würgeschlangen werden ca. 20 – 30 Jahre alt.
Könige fressen kleine Säugetiere wie Mäuse, Ratten und auch Vögel, was in der Terraristik eher selten verfüttert wird. Da laut Tierschutzgesetz (§17,18 TierSchG) eine Lebendfütterung verboten wird, werden Köpys auf Frostfutter angewöhnt. Wichtig dabei ist, dass das Futtertier ordentlich aufgetaut und erwärmt werden muss, da der Königspython mittels den seitlich sitzenden Sinnensgruben die Wärmesignaturen wahrnehmen, vergleichbar mit einer Wärmebildkamera.
Nun zum wichtigsten Teil, die Haltungsbedingungen und Parameter.
Die Tierschutzspezifische Regelung sieht vor, dass das Terrarium 1 x 0,5 x 0,75 (Länge, Breite, Höhe) im Verhältnis zur Körperlänge sein muss. Oftmals, auch von Vet.- Ämter, wird die Größe 120 x 60 x 60cm als Richtwert genannt.
Persönlich empfehlen wir jedoch eine etwas geringere Höhe zu wählen (alternativ mehr Bodensubstrat), da Köpys schlechte Kletterer sind und sich beim Sturz verletzen können. Gerade bei verpaarten Weibchen ist da die Gefahr groß.
Als Bodensubstrat empfehlen wir Kokoserde, es kann aber auch Rinde oder Weichholzgranulat verwendet werden.
Die Einzelgänger verstecken sich tagsüber gerne, daher sollte mindestens eine Versteckhöhle vorhanden sein. Ansonsten sind die Könige sehr anspruchslos, was die Einrichtung anbelangt.
Die Temperatur sollte zwischen 30 – 32 Grad liegen, wobei wir auf 31,5 Grad gehen. Eine Nachtabsenkung von 2-3 Grad kann man machen, ist aber kein Muss.
Die Luftfeuchtigkeit ist wiederum ein wichtiger Bestandteil, gerade während der Häutungsphase. Optimal sind ca 65 – 70%, während der Häutung gerne um die 80%. Eine sogenannte Wetbox (eine Plastikbox gefüllt mit feuchtem Moos) erleichtert zudem den Häutungsprozess.
Wir werden oftmals gefragt, ob die Python Regius handzahm sind.
An erster Stelle bleibt zu erwähnen, dass es sich im allgemeinen bei Schlangen um Wildtiere handelt und man die keinesfalls mit einem herkömmlichen Haustier oder gar Kuscheltier verwechseln darf.
Die meisten Köpys sind sehr ruhige, teils neugierige Tiere und ziehen sich eher zurück, als dass sie angreifen. Klar gibt es auch welche, die gerne mal Abwehrbisse verteilen, was selten aber als Aggression zu werten ist.
Es gibt keine aggressiven Schlangen, es gibt nur mutige Schlangen.
Nach unserer Erfahrung nach beeinflussen zb starke Parfüm oder auch Hormone das Verhalten vom Königspython. Genauso sind wir der Meinung, dass auch die Reptilien eine Bindung zum Halter aufbauen, wie vergleichsweise Hund und Katz, auch wenn viele bekannte Terrarianer dagegen dementieren.